Frohe und gesegnete Ostern!

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Das Grab ist leer. Foto: William Bouguereau/Flickr; Lizenz: CC BY 2.0
„Der auferstandene Christus trägt die neue Menschheit in sich,
das letzte herrliche Ja Gottes zum neuen Menschen.
Zwar lebt die Menschheit noch im alten,
aber sie ist schon über das Alte hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt des Todes,
aber sie ist schon über den Tod hinaus,
zwar lebt sie noch in einer Welt der Sünde,
aber sie ist schon über die Sünde hinaus.
Die Nacht ist noch nicht vorüber,
aber es tagt schon.“
– Dietrich Bonhoeffer, zitiert aus dem Schott online
Mit dieser zum Nachdenken anregenden Meditation wünsche ich euch und euren Liebsten von Herzen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Einheit in Vielfalt

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Ein heller und einladender Kirchenraum: der „kleine Michel“ in Hamburg. Foto: © Thomas Wagner, CC BY-SA 3.0
Ich habe bereits des Öfteren erörtert, dass sich die katholische Kirche – insbesondere in Deutschland – in einer tiefgreifenden Krise befindet (vor kurzem erst »hier). Dass es hier keine einfachen Lösungen gibt, habe ich dabei ebenso häufig erwähnt. Allerdings lohnt es sich – das ist mir in der vorletzten Woche klar geworden –, einen Blick auf die Ordensgemeinschaften zu werfen.

„Geben Sie Gedankenfreiheit.“

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Wenn Kirche politisch wird: Im vergangenen Jahr wurde in Köln zu Fronleichnam ein Flüchtlingsboot zum Altar umfunktioniert.
Original-Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Von Boëthius ist der Satz „Si tacuisses, philosophus mansisses“ überliefert. Was der römische Philosoph ziemlich komplex ausdrückte, ist im deutschen Sprachgebrauch bekannter unter der Redewendung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Ein solcher Ratschlag ist selten freundlich gemeint, sondern hat häufig eine ausgesprochen despektierliche Note. Genau dies muss in diesen Tagen fatalerweise die Kirche erfahren. Ein Essay.

Grenzen der Demokratie?

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Der türkische Präsident Erdoğan bei einem Staatsbesuch in Mexiko.
Original-Foto: Presidencia de México/Flickr; Lizenz: CC BY 2.0
Aller Voraussicht nach wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im März einen Wahlkampfauftritt in NRW abhalten. Kann man es gutheißen, dass auf deutschem Boden Wahlkampf eines anderen Landes geführt wird, zumal in diesem Land die Demokratie gerade an ihre Grenzen stößt? Wenn man sich dieser Frage mit der gebotenen Seriosität zuwenden möchte, ist die Antwort darauf jedenfalls alles andere als eine einfache.

Kyrill und Method und die Sprache

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Eine Darstellung von Kyrill und Method an der Außenwand des Klosters Sveti Jovan Bigorski in Mazedonien.
Foto: Julian Nitzsche/Wikimedia Commons; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Heute ist Valentinstag. Die wenigsten werden wissen, dass dieser Tag eine lange christliche Tradition hat – und sogar auf einen christlichen Märtyrer zurückgeht (das soll uns heute aber nicht interessieren). Ebenso wenige werden wahrscheinlich wissen, dass die Kirche heute das Fest der ‚Slawenapostel‘ Kyrill und Method begeht, zweier Brüder, die für die Entwicklung des Christentums von wahrscheinlich herausragender Bedeutung waren.

Es ist nicht (nur) die Amtskirche

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Eine (fast) menschenleere Kirche. Vielerorts der Normalzustand bei Gottesdiensten.
Original-Foto: Dwight Burdette/Wikimedia Commons; Lizenz: CC BY 3.0
28,9 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen sind römisch-katholisch; davon besuchen 10,4 Prozent regelmäßig den Sonntagsgottesdienst (Stand: 2015; Quelle: »dbk.de). Ein verschwindend geringer Wert, gerade mit Blick auf seine historische Entwicklung. Die Gründe dafür sind ohne Zweifel äußerst vielschichtig – und nicht (nur) in der Amtskirche auszumachen, wie mancherorts gerade allerdings versucht wird.

Wenn ein Schisma herbeigeredet wird

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Original-Foto: Boris Ott/Flickr; Lizenz: CC BY-NC 2.0
Ich habe schon mehrfach darüber geschrieben, dass es um die Debattenkultur in der katholischen Kirche mehr schlecht als recht bestimmt ist. Ganz aktuell wird dies deutlich in der ‚Diskussion‘ über das päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“: Vor einigen Tagen habe ich in der katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“ einen Leitartikel zu eben diesem Thema entdeckt. Darin wird konstatiert, dass sich die katholische Kirche angesichts der hitzigen Diskussion um die ‒ im Nachgang an das päpstliche Schreiben entstandene ‒ Frage nach der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten bereits in einem schismatischen Zustand befände. Eine steile These, der ich vier Punkte entgegensetzen möchte.