Die gescheiterte Politik. Gedanken zur US-Wahl

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Die erste Schockstarre ist inzwischen verflogen; die Aussage des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama, dass die Sonne auch nach der Wahlnacht aufgehen werde, hat sich – zum Glück – als wahr erwiesen. Und dennoch bleibt nach der Wahl von Donald J. Trump zum 45. Präsidenten der USA eine Vielzahl an Fragen. Ich habe mir seit Mittwoch Morgen ebenfalls viele Gedanken gemacht – und möchte sie nun mit ein wenig Abstand zum Geschehen zu Papier bringen.

Entgleisung im Kaukasus

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Papst Franziskus ist heute von seiner Auslandsreise in den Kaukasus zurückgekehrt. Gestern besuchte er Aserbaidschan, in den zwei Tagen zuvor war er in Georgien. In beiden Ländern hat der Besuch keine besonders positiven Resonanzen ausgelöst. Leider zeigte sich auch Franziskus nicht von seiner besten Seite: Er behauptete allen Ernstes, es gebe „heute einen Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören“!

„Tendenziell schismatisch“

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Vor einiger Zeit ist auf katholisch.de ein Interview mit dem konservativen (und als papstkritisch geltenden) US-Kardinal Raymond Leo Burke wiedergegeben worden. Darin betont der Kardinal, dass er sich – entgegen anders lautender Vorwürfe – nicht als Papstgegner sehe. Ganz im Gegenteil: „Wörtlich sagt er: ‚Ich werde die katholische Kirche niemals verlassen‘. Egal was passiere, er wolle als Angehöriger der römisch-katholischen Kirche sterben. ‚Ich werde nie Teil eines Schismas sein‘.“ Ich möchte schon zu Beginn des heutigen Beitrages ehrlich sein: Ich halte diesen Satz zumindest für anfragbar!

Wenn „getroffene Hunde bellen“

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In München ist vorgestern das Interviewbuch „Benedikt XVI. Letzte Gespräche“ vorgestellt worden. Darin wirft der emeritierte Papst im Gespräch mit dem Journalist Peter Seewald einen Blick zurück auf sein Leben und insbesondere sein Pontifikat. Bereits vorab wurde der emeritierte Papst dafür kritisiert, ein solches Buch zu veröffentlichen, unter anderem, weil er darin die deutsche Kirche stark kritisiert. Folglich hat gestern der päpstliche Sekretär Georg Gänswein, der das Buch in München präsentierte, seinerseits die Kritiker Benedikts kritisiert – leider auf eine sehr polemische Art und Weise. Warum hat er das nötig?

Die internationale Staatengemeinschaft versagt – erneut

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In Aleppo, das vor dem syrischen Bürgerkrieg etwa 2,5 Millionen Einwohner hatte, gibt es heute noch gerade einmal 35 (!) praktizierende Ärzte. 15 von ihnen haben vor wenigen Tagen in einem Brief einen verzweifelten Appell an US-Präsident Obama gerichtet und ihn angesichts der verheerenden Verhältnisse in der Stadt zum „Handeln“ aufgefordert (siehe z. B. »hier). Unterstützung erhalten haben sie dabei vom »Internationalen Kommitee vom Roten Kreuz. Und was tut die internationale Staatengemeinschaft, die den Krieg tatsächlich beenden könnte? Sie versagt.