Gedanken zur Woche #59

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Immer pünktlich am Sonntag Abend: eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Geschehnisse der vergangenen sieben Tage, verbunden mit einem kurzen Kommentar. Das sind die #GedankenZurWoche! Die Themen in der heutigen Ausgabe: Der Sterbewunsch einer 14-jährigen Chilenin, die Berichterstattung über den Tsipras-Besuch in Berlin, die Neu-Einführung von Erschießungskommandos in Utah und der Mittelfinger des griechischen Finanzministers.

Vor einem Monat hat eine an Mukoviszidose erkrankte 14-jährige Chilenin in einem Youtube-Video die chilenische Regierung um Sterbehilfe gebeten. Inzwischen hat sie Besuch von der chilenischen Präsidentin bekommen – und von vielen Menschen Zuspruch bekommen, sodass sie ihre Meinung geändert hat (s. →hier). Deutlich wird, auch wenn nicht alle Einzelheiten des Falls bekannt sind, allemal: Die Kategorie der Zuwendung ist in der Frage nach der Sterbehilfe eine entscheidende!

Deutlich wird aber noch ein weiteres: Die Frage der Sterbehilfe ist eine, in der man mit Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen nicht weit kommen kann. Ausführlicher habe ich dies bereits im vergangenen Jahr beschrieben – wegen der Aktualität immer noch lesenswert:
→Teil 1: Die Debatte um Sterbehilfe – eine theologische Annäherung
→Teil 2: Die Debatte um Sterbehilfe – und die Frage nach der Würde


Am Montag hat der griechische Premier Alexis Tsipras Berlin besucht – Anlass der Reise ist (neben dem Antrittsbesuch Tsipras') natürlich die sich zuspitzende Finanzkrise in Griechenland. Interessant ist dabei, wie unterschiedliche Medien darüber berichtet haben. Zwei Beispiele seien hier genannt:
- Süddeutsche Zeitung: →Tsipras wirbt um Merkels Unterstützung
- Welt: →Warum Merkel keinem griechischen Politiker vertraut


Weil es immer weniger Giftcocktails gibt, führt Utah wieder Erschießungskommandos ein. Der Gouverneur Gary Herbert hat dies zwar als „ein kleines bisschen grausam“ eingeordnet, dem Staat bleibe aber keine andere Wahl. Ich bin angesichts dieses Zynismus und dieser Kälte sowohl fassungs- als auch sprachlos!

Zum Schluss noch ein Lesetipp: In der vergangenen Woche war die Satire der ZDF-Show „NEO MAGAZIN ROYALE“ um den Mittelfinger des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis (s. →hier) in aller Munde. So lustig die Böhmermannsche Satire auch sein mag, offenbart sie – und das ist entscheidend – den prekären Dilettantismus des deutschen Journalismus. Folgender Artikel in der FAZ zu diesem Thema ist äußerst lesenswert: →Varoufakis’ Mittelfinger. Die Lüge der echten Bilder

Habt ihr schon meine Blogparade zum Thema „Fastenzeit in säkularer Gesellschaft“ entdeckt? Hier ist der Link dazu:
→Blogparade: Die Fastenzeit, die plurale Gesellschaft und ich

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