Gedanken zur Woche #55

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Einen ganzen Tag später als geplant kann ich euch jetzt endlich die 55. Ausgabe der #GedankenZurWoche präsentieren – ich bitte euch vielmals um Entschuldigung! Eigentlich hätte ich die aktuelle Ausgabe wohl ausgelassen, weil die vergangene Woche sehr ereignisreich war (und ich in den vergangenen sieben Tagen überhaupt nicht zum bloggen gekommen bin), möchte ich euch meine kurzen Gedanken nicht vorenthalten.

Zwei schreckliche Todesnachrichten haben uns in der vergangenen Woche erreicht: In Berlin ist ein Kleinstkind an Masern gestorben; ein anderes bereits Anfang Februar an Meningokokken. Beide Kinder waren nicht geimpft. Dass so etwas heute noch passiert, und dann noch in Deutschland, erfüllt mich mit tiefster Fassungslosigkeit! Warum sind Impfungen nicht gesetzlich verpflichtend?!

Die DBK/EKD und das Bundesinnenministerium streiten sich seit einigen Wochen über Kirchenasy. Innenminister Thomas de Maizière hat dieses dabei sogar mit der Scharia verglichen – und ist dafür (u. a. auch von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung) stark kritisiert worden. Inzwischen hat er von seiner Aussage Abstand genommen – gut so: diskutieren kann man nämlich nur sachlich – auch ein Bundesminister muss das wissen!

In der vergangenen Woche hat die Vollversammlung der DBK in Hildesheim ihre Frühjarssitzung abgehalten – auf die inhaltlichen Themen und Schwerpunkte werde ich bei Gelegenheit noch eingehen. Interessant finde ich aber, dass im Vorfeld der Sitzung veranstaltete „Cafés“, d. h. Gesprächsrunden der Bischöfe mit Interessierten, auf ein breites Interesse gestoßen sind. Bitte mehr davon – auch in den Diözesen!

Die Euro-Gruppe hat die Griechenland-Hilfen vorerst bis Ende Juni verlängert – danach wird erneut über das weitere Vorgehen entschieden werden müssen. Die richtige Entscheidung – eine Beendigung wäre nämlich ein fatales Signal für das Solidaritätsmodell gewesen, das für die europäische Gemeinschaft grundlegend ist! Gleichzeitig gilt aber auch für Griechenland: Solidarität funktioniert nur bei (gegenseitigem) Vertrauen!

Der Zentralrat der Juden rät Juden in Deutschland momentan, in „Problemvierteln“ die Kippa zu tragen. Auch wenn dieser Rat auch von einigen Juden zurückgewiesen, zeigen doch die gewaltvollen Proteste gegen Juden im vergangenen Jahr, dass die Befürchtung durchaus nicht aus der Luft gegriffen ist. Es ist schlichtweg erschreckend, dass man im Deutschland anno 2015 seinen Glauben immer noch nicht vollkommen frei bezeugen kann!

Zum Schluss noch ein Lesetipp: Der Passauer Bischof Stefan Oster hat am Wochenende auf seiner Facebookseite ein Statement zu der katholischen Nachrichtenseite kath.net veröffentlicht: siehe →hier. Ich überlasse euch zunächst selbst, darüber zu urteilen; einen Kommentar in allgemeinerer Form werde ich aber noch in den kommenden Tagen veröffentlichen.

Habt ihr schon meine Blogparade zum Thema „Fastenzeit in säkularer Gesellschaft“ entdeckt? Hier ist der Link dazu:
→Blogparade: Die Fastenzeit, die plurale Gesellschaft und ich

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