Gedanken zur Woche #1

6 Kommentare
Ich habe gestern in den sozialen Netzwerken eine kleine Überraschung angekündigt, et voilà, hier ist sie: Ab sofort stelle ich hier jeden Sonntag Nachmittag meine Gedanken der Woche ein. Ich möchte hier keine langen Argumentationslinien entwickeln, sondern die gesellschaftlichen, ethischen und theologischen Themen, die in der vergangenen Woche relevant waren, hier im Blog aber zu kurz gekommen sind, in kurzer und pointierter Form beschreiben sowie auf diese Weise meine Meinung zum jeweiligen Thema vermitteln.
So weit, so klar? Los geht es!

Ist es eines Politikers würdig, den Wähler und seine Parteifreunde einfach so im Stich zu lassen? Der Politiker ist für einen bestimmten Zeitraum gewählt; er hat als Gewählter „dem Deutschen Volke“ zu dienen.

Ist die Diskussion um die Einwanderer eigentlich fair diesen Menschen gegenüber? Und wer denkt im Zuge der aktuellen Diskussion eigentlich an die vielen Rumänen und Bulgaren hier, die ein fest integrierter Teil unserer Gesellschaft sind?

Und im Zuge dessen: Erinnern sich die Unionsparteien, insbesondere aber die CSU, woher das C in ihrem Namen kommt und welchen Sinn oder welche Bedeutung es hat?

Es ist traurig, dass wir in unserer Gesellschaft immer noch „Outings“ brauchen. Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass die Sexualität des Einzelnen Privatsache - und menschliches Grundrecht - ist?

Und in diesem Zusammenhang: Ich sehe Thomas Hitzlsperger nicht als Held. Ein Held wäre er gewesen, wenn er sich während seiner aktiven Karriere geoutet hätte. Jetzt tut er es nur mit der Sicherheit, dass ihm als Außenstehenden nichts mehr geschehen kann.

Irgendwie ist es bezeichnend, dass diese Woche nicht die Arbeit der Regierung, sondern das Becken und die Krücken von Frau Merkel im Mittelpunkt der politischen Berichterstattung standen.

6 Kommentare

Friedrich Wilhelm Krause 12. Januar 2014 um 18:00
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Friedrich Wilhelm Krause 12. Januar 2014 um 18:01
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Friedrich Wilhelm Krause 12. Januar 2014 um 18:02

Du sprichst genau das aus, was ich auch denke!

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Matija 12. Januar 2014 um 18:09

Danke. Fidy! Mal schauen, ob das in den nächsten Wochen auch noch so sein wird :-) (wobei die „Sorge“ vielleicht auch etwas unbegründet ist ;-))


P.S.: Irgendwie ist hier gerade drei Mal der gleiche Kommentar von dir angekommen. Ich erlaube es mir mal, die anderen beiden zu löschen.

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Blondy Schopf 12. Januar 2014 um 19:13

Warum, Matija, verkürzt Du das Outing von Herrn Hitzlsperger derart? Bitte verschaffe Dir einen gründlicheren Überblick über die zahlreichen Kommentare, die in den diversen Internetforen, etwa bei den Tageszeitungen, herumgeistern. Hier wird zuhauf eine Haltung eingenommen, die erschreckende Grausamkeiten in den Köpfen vieler Menschen offenbart. Die Nachricht von Herrn Hitzelsperger hat zahlreichen Menschen offenbar die Maske vom Gesicht gerissen. Als Christen müssen wir entschieden dagegen auftreten. Ich kann Thomas gut verstehen, dass er sich erst jetzt öffentlich macht. Hätte er sich eher geoutet, wäre kübelweise Haß über ihn ausgegossen worden. So sehr ich Deine Einlassungen schätze, Matija, so sehr bitte ich Dich, nicht vorschnelle Verurteilungen auszusprechen. Sie dienen nicht dem Thema, sondern führen von ihm weg. Stattdessen lade ich Dich herzlich ein, Deine Stimme zu erheben und gegen die schlimme Ausgrenzung und das Mobbing aufzutreten, das leider immer noch vielen Menschen in unserer Gesellschaft entgegenschlägt. Beste Grüße und noch einen schönen Sonntagabend!

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Matija 12. Januar 2014 um 19:53

Hallo Blondy Schopf,
vielen Dank für deinen Kommentar! Ich weiß, dass die Situation in unserer Gesellschaft - leider Gottes - noch lange nicht so weit ist, dass es egal ist, ob ein Fußballer homo-, bi- oder heterosexuell ist. Wie gesagt, leider. Das habe ich durch den ersten Satz auszudrücken versucht. Mein zweiter Satz über Herrn Hitzlsperger zielt auf seine eigene Aussage ab, dass er hoffe, dass sich aktive homosexuelle Fußballer durch sein Outing zum eigenen ermutigt fühlen. Ich bin mir sicher, dass die Wirkung seiner Coming Outs weitaus größer gewesen wäre, wenn es erfolgt wäre, als Thomas selbst noch aktiver Profi war. Ich kann mir - leider - nicht vorstellen, dass sein Outing den aktiven Fußballern helfen kann. Darauf beziehe ich die „Sicherheit“ in meinem Satz.
Nichtsdestoweniger zolle ich Thomas meinen vollen Respekt für sein Coming out! Und ich gebe dir auch absolut Recht: Als Christen müssen wir uns klar gegen jegliche Diskriminierung von Homosexuellen positionieren. Ich werde deswegen in den nächsten Tagen noch einen extra Artikel zu dem Thema schreiben.
Viele Grüße und auch dir noch einen schönen Sonntagabend!
Matija

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