Karfreitag - ein Tag wie jeder andere?!

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Für viele Christen auf der ganzen Welt ist der heutige Tag, Karfreitag, ein Tag der Trauer und der Besinnung. Auch der deutsche Staat, der (wie ganz Europa) von der Weltreligion geprägt ist, weiß dies. Deshalb verbietet es der Gestzgeber auch, dass heute z. B. Theather und Opern sowie Diskotheken und andere öffentliche Einrichtungen geöffnet haben.
Manchen Politikern ist genau dies allerdings ein Dorn im Auge. So haben sich grüne Spitzenpolitiker aus NRW schon letzte Woche dafür ausgesprochen, das Tanz- und Theaterverbot am Karfreitag zu kippen - Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) stellte allerdings sofort klar, dass dies unter ihrer Ägide nicht geschehen würde.
In der letzten Zeit ist es anhand verschiedener Ereignisse deutlich geworden, dass das Christentum in der Bevölkerung immer weiter an Zuspruch verliert. Und ss ist natürlich auch klar, dass nicht alle Menschen in NRW oder in Deutschland christlich sind und sich dementsprechend vom Karfreitag nicht betroffen fühlen. Allerdings sollte es doch kein Problem darstellen, die christliche Religion, die die Europäische - und auch deutsche - Kulturlandschaft so stark geprägt hat (und damit auch einen doch starken Bezug zum Tanzverbot hat), an drei Tagen im Jahr zu respektieren. Denn neben dem Karfreitag zählen auch noch der Volkstrauertag und Allerheiligen zu den sogenannten stillen Feiertagen [kleine Rechnung nebenbei: 3 Tage auf ein Jahr bezogen entspricht ungefähr 0,8%]
Insgesamt ist durch diese drei Feiertage nicht ein einziger Prozent des gesamten Jahres betroffen. Da dürfte es doch wirklich nicht so schwierig sein, den heutigen Karfreitag etwas ruhiger zu gestalten und in sich zu gehen, auch wenn man kein Christ ist. Schaden wird es jedenfalls niemandem.

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Anonym 26. April 2011 um 22:49

Aber warum sollte der Staat den Leuten sagen, wann sie zu trauern haben bzw. wann sie es "ruhiger angehen lassen" sollten, dies kann doch jeder für sich selbst entscheiden, auch müssen sich hierzug nicht alle Menschen synchronisieren, jeder kann seinen eigenen Tag finden. Es ist m.M.n. nicht notwendig, andere vom Feiern abzuhalten um der eigenen Trauer nach zu gehen, man kann sie doch geschickt ignorieren und sich selber besinnen.
Gruß, Christoph

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